Emotionen sind essentielle Treiber unseres alltäglichen Verhaltens: Wir suchen Situationen, Personen und Objekte auf, die uns in eine positive Stimmung versetzen und meiden dergleichen, wenn wir sie mit negativen Empfindungen assoziieren. Emotionale Erfahrungen verstärken unsere Erinnerungen an bestimmte Dinge und kräftigen unsere Beziehungen zu ihnen. Vor allem im Marketing hat man innerhalb der letzten Jahrzehnte zunehmend die Relevanz von Emotionen entdeckt, sei es in der Produktzufriedenheit, Kundenbindung, Markenloyalität oder im Bereich der Werbung, in der emotionale Bildinhalte zum Teil unbewusst die Einstellung eines Kunden zum Produkt beeinflussen.
Obwohl es in der Psychologie nach über 100 Jahren der Emotionsforschung immer noch keine einheitliche Definition dieser Phänomene gibt („Jeder weiß, was eine Emotion ist, bis er versucht, sie zu definieren.“), ist man sich weitestgehend einig, dass sich bereits sehr subtile Emotionen aus drei Komponenten zusammensetzen:
Mit dem „Objektiven Emotionalen Assessment“ (kurz: OEA) wurde an der Bergischen Universität Wuppertal unter Leitung von Prof. Boucsein ein Messverfahren für Emotionen entwickelt, dass all diese drei Bereiche abdeckt und nun bei psyrecon für die Produktevaluation eingesetzt wird. Subjektive Empfindungen werden über valide Fragebögen ermittelt, körperliche Erregung multidimensional mittels psychophysiologische Ableitungen gemessen (EDA, EKG, PVA, EEG) und die Ausdruckskomponente wird durch eine Aufzeichnung der Gesichtsmuskelaktivität (EMG) erhoben. Durch die Quantifizierbarkeit gemessener Reaktionen ist zudem eine objektive, statistische Auswertung der emotionalen Reaktionen möglich, die reinen Selbstberichten von Testpersonen weit überlegen ist. Die Ergebnisinterpretation im Rahmen aktueller Modelle der emotionspsychologischen Forschung runden die Methode ab.





