Die Psychophysiologie beschäftigt sich mit dem Verhältnis von körperlichen (physiologischen) Reaktionen und mentalen (psychischen) Prozessen.
Psychophysiologische Messungen bieten einen direkten Zugang zu kognitiven und emotionalen Prozessen. Im Vergleich zu anderen, in der Psychologie gängigen, Methoden (z. B. Interviews oder Fragebögen) sind psychophysiologische Verfahren objektiv. Eine Manipulation durch den zu Untersuchenden ist nicht ohne weiteres möglich. Zudem können physiologische Maße, besonders bei emotionalen Reaktionen, Auskunft über automatisiert ablaufende Prozesse geben, die dem Untersuchten nicht bewusst sind.
Die im Rahmen der Psychophysiologie eingesetzten Messverfahren sind – im Gegensatz zu vielen medizinischen Verfahren – nicht invasiv, d. h., es werden lediglich Ableitungen von der Körperoberfläche vorgenommen, die vollkommen rückwirkungs- und schmerzfrei sind.
Körperlich messbare Reaktionen, die im Zusammenhang mit psychischen Vorgängen stehen, sind z.B.:
Psychophysiologische Messeinrichtungen konnten früher meist nur in speziell abgeschirmten Labors durchgeführt werden. Dagegen sind die heute verfügbaren Geräte kleiner und elektrisch besser isoliert, wodurch sie im hohen Maße praxistauglich geworden sind.
